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ARZ Aktuell


30.06.2009CeBrA - Centralisation of Branches and Applications

Der vorliegende Artikel hat kein gestreiftes Huftier zum Thema. Im Gegensatz zum aus dem Zoo bekannten Zebra handelt es sich bei CeBrA um ein ambitioniertes ITInfrastrukturprogramm, an dessen Umsetzung im ARZ derzeit gearbeitet wird.

Was heißt, was ist und wozu dient CeBrA?

Der Programmname „CeBrA“ steht für „Centralisation of Branches and Applications“. Der Zentralisierungsgedanke im Titel bezieht sich dabei auf die IT-Infrastruktur in den Bankfilialen. Während sich etwa derzeit in jeder Filiale zumindest ein Server befindet, der Anwendungen und Dienste zur Verfügung stellt
sowie Anwenderdaten speichert, werden diese Filialserver mit dem Volleinsatz von
CeBrA überflüssig. Die bislang von Filialservern übernommenen Aufgaben werden
auf Serversysteme in der Hauptanstalt verlagert. Durch den Wegfall der Filialserver
ergeben sich die wesentlichen Vorteile von CeBrA:
  • Verringerung des Gesamtbedarfs an Server-Hardware
  • Einsparungen im Bereich von Softwarelizenzen, Strom, Kühlleistung
  • Reduktion von IT-spezifischem Betreuungsaufwand in den Filialen
  • Erhöhung der Sicherheit durch zentrale Datenhaltung


Wie funktioniert CeBrA?

Möglich wird die Verlagerung der Filialserver-Dienste in die Hauptanstalt durch den Einsatz der Terminal-Server-Software Citrix. Dabei werden Anwendungen nicht – wie heute üblich – lokal auf den Arbeitsstationen betrieben, sondern auf Servern in der Hauptanstalt. Da die Anwendungssitzungen also auf den Servern laufen, werden zur Bedienung der Anwendungen lediglich Bildschirminhalte und Tastatur-/Mauseingaben über das Netzwerk übertragen.

Die CeBrA-tauglichen Endgeräte

Natürlich können bestehende SMART-PCs und -Notebooks weiterhin verwendet werden. Zusätzlich wird mit der Einführung von CeBrA auch der Einsatz von NCs („Network Computers“) besonders interessant. NCs sind Rechner, die ohne Festplatte auskommen und dadurch nicht nur einen äußerst geringen Stromverbrauch aufweisen, sondern auch in Anschaffung und Betrieb deutlich günstiger als PCs sind (zum Beispiel ist auf NCs kein Einspielen von SMART-Updates notwendig). Auf NCs können sämtliche CeBrA-Anwendungen verwendet werden.

Was ändert sich für den Anwender?

Bei den Implementierungsarbeiten wird viel Wert auf eine möglichst nahtlose Integration der CeBrA-Neuerungen in die gewohnte SMART-Umgebung gelegt. So scheinen die Änderungen auf den ersten Blick nicht weltbewegend – genau wie bisher befinden sich die Verknüpfungen zum Starten von Anwendungen im Startmenü. Zur besseren Unterscheidung von lokal installierten Anwendungen sind CeBrA-Programmgruppen mit dem Präfix „CeBrA“ versehen. Die Bedienung von CeBrA-Anwendungen erfolgt analog zu den bisher verwendeten. Da von den Anwendungen allerdings nur noch der Bildschirminhalt aus der Hauptanstalt übertragen wird, sind in verschiedenen Anwendungsbereichen deutliche Geschwindigkeitsvorteile zu erwarten (z. B. auf Filialplätzen beim Öffnen von Dateianhängen in Lotus Notes).

Arbeitsplatzunabhängigkeit

Nachdem unter CeBrA die bereits gestarteten Applikationen nicht an das Endgerät gebunden sind, auf dem sie gerade angezeigt bzw. verwendet werden, wird ein flexibles und vor allem schnelles „Mitnehmen“ der offenen Programme möglich. Innerhalb weniger Sekunden kann nach Eingabe von Benutzername und Kennwort das aktive Applikationsset (also die geöffneten Programmfenster) zum Beispiel vom Schalter-PC in den Backoffice-Bereich auf einen NC übernommen werden.

Zeitplan

Zu Redaktionsschluss der vorliegenden Ausgabe von „ARZ Live“ sind bereits erste Pilotumgebungen in ARZ-Banken im Produktionsbetrieb. Nach erfolgreichem Abschluss der umfangreichen Pilotierungstätigkeiten steht die CeBrAArchitektur inklusive sukzessive erweitertem Funktionsumfang ab den Sommermonaten für alle ARZ-Banken zur Verfügung. Was uns besonders freut: Das Feedback der Pilotbanken über den Ablauf der CeBrA-Installation ist durchwegs positiv. So wurden alle vorhandenen Installationen  von den betreffenden Instituten als gelungen und erfolgreich bezeichnet. Das Handling, die Stabilität und die Performance der CeBrA-Umgebung erfüllen alle und übertreffen sogar die meisten Erwartungen!
Innerhalb der nächsten Monate folgen in weiteren Programmschritten verschiedene zusätzliche Adaptierungen. So wird etwa der Funktionsumfang der CeBrAUmgebung hinsichtlich der Anzahl der eingebundenen Applikationen stetig wachsen, aber auch die technische Basis als Grundlage für die Wartung und den Betrieb von CeBrA optimiert (zum Beispiel, was das Einspielen von SMARTUpdates betrifft). Mit den Konzepten der CeBrA-Architektur wird die Grundlage für eine moderne und effiziente ITLandschaft geschaffen. Wir werden daher alle Anstrengungen unternehmen, damit – der Überschrift dieses Artikels entsprechend – innerhalb der kommenden zwei Jahre jede SMARTBank ein CeBrA ihr Eigen nennen kann.
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